Infothek
Nachträgliche Verlustberücksichtigung in der Anlage KAP - Revisionsverfahren vor dem Bundesfinanzhof
Der Bundesfinanzhof muss u. a. klären, ob ein unbewusster, mechanischer Fehler des Steuerpflichtigen – etwa durch fehlerhafte Ablage einer Verlustbescheinigung – bereits deshalb ausgeschlossen ist, weil die Bescheinigung zuvor bewusst und fristgebunden für einen bestimmten Veranlagungszeitraum beantragt wurde.
mehrMobiles Arbeiten selbst vom Ausland aus möglich - Steuerliche Konsequenzen bedenken!
Die moderne Technik macht’s möglich: Wenn es schnelles Internet gibt, ist es grundsätzlich egal, wo das Office sein “Zuhause” findet. Doch dem Finanzamt ist es nicht egal, wer wann wieviel wohnt oder bleibt!
mehrWerbungskostenabzug bei Dienstreisen mit Privatwagen statt Firmenwagen?
Der Bundesfinanzhof entschied, dass Aufwendungen für Dienstreisen mit dem Privatwagen in der Regel unangemessen und deshalb in voller Höhe nicht als Werbungskosten zu berücksichtigen sind, wenn der Steuerpflichtige über einen Firmenwagen verfügt und ihm bei dessen Nutzung keine Fahrtkosten entstanden wären.
mehrLastschrifteinzug beim Finanzamt ratsam
Zum Thema Steuerzahlung – egal, ob Einkommen-, Körperschaft- oder Umsatzsteuer – ist es empfehlenswert, dass Steuerschuldner den Finanzbehörden eine Lastschrifteinzugsermächtigung erteilen.
mehrVollverzinsung der Umsatzsteuer gemäß § 233a AO verstößt nicht gegen Unionsrecht
Nachforderungszinsen auf die Umsatzsteuer nach § 233a AO sind zulässig und verstoßen weder gegen Unionsrecht noch gegen den Verhältnismäßigkeitsgrundsatz.
mehrAnrechnung auf andere freiwillige Arbeitgeberleistungen steht der Steuerfreiheit von Corona-Sonderzahlungen nicht entgegen
Arbeitgeber dürfen Corona-Sonderzahlungen auch dann steuerfrei leisten, wenn sie andere freiwillige Leistungen wie z. B. Urlaubsgeld entsprechend kürzten.
mehr„Erste Tätigkeitsstätte“: Beschränkter Betriebsausgabenabzug für Fahrten zwischen Wohnung und Betriebsstätte
Der Bundesfinanzhof hatte zu klären, ob Fahrzeugkosten eines Selbstständigen steuerlich gekürzt werden dürfen. Betriebsausgaben für Fahrten zwischen Wohnung und Büro in den Streitjahren 2015 bis 2017 können nur beschränkt abgezogen werden, wenn das Büro eine Betriebsstätte darstellt.
mehrGewerbesteuerliche Hinzurechnung von Hotelzimmermieten bei einem Veranstalter für Konferenzen, Events und Reisen
Der Bundesfinanzhof hat zur gewerbesteuerlichen Hinzurechnung von Hotelzimmermieten bei einem Veranstalter für Konferenzen, Events und Reisen Stellung genommen. Besonders betroffen sind Eventunternehmen und Firmen, die regelmäßig Unterkünfte für Mitarbeiter anmieten.
mehrIN ARBEIT: Anhebung der Mindesthebesätze für die Gewerbesteuer
Das „Neunte Gesetz zur Änderung des Steuerberatungsgesetzes und zur Änderung weiterer steuerrechtlicher Vorschriften“ enthält für Gewerbetreibende und Selbstständige wesentliche Neuerungen u. a. aus dem Bereich der Gewerbesteuer.
mehrGeplante Entlastungsprämie für Beschäftigte in Höhe von 1.000 Euro kann vorerst nicht in Kraft treten!
Am 08.05.2026 gab es keine Mehrheit im Bundesrat für die Entlastungsprämie.
mehrUnternehmensverbundene Stiftung: Verstoß gegen Grundsatz der Selbstlosigkeit und der Erhaltung des Stiftungsvermögens?
Der Bundesfinanzhof hat zur Frage Stellung genommen, unter welchen Voraussetzungen bei einer unternehmensverbundenen Stiftung ein Verstoß gegen den Grundsatz der Selbstlosigkeit und gegen den Grundsatz der Erhaltung des Stiftungsvermögens vorliegt.
mehrFinanzamt darf im Fall einer Schätzung nicht willkürlich irgendein Ergebnis festsetzen
Bei einer Schätzung ist das Finanzamt an klare Grenzen gebunden: Es darf kein beliebiges Ergebnis festsetzen, sondern muss sich um eine realitätsnahe Ermittlung bemühen.
mehrBerücksichtigung von Mietaufwendungen im Rahmen einer Auslandstätigkeit - Revisionsverfahren vor dem Bundesfinanzhof
Das Hessische Finanzgericht entschied, dass die Kosten für eine grenzüberschreitende doppelte Haushaltsführung mit Tätigkeitsstätte im Ausland auf den nach dem einschlägigen Doppelbesteuerungsabkommen im Inland steuerfreien und steuerpflichtigen Arbeitslohn aufzuteilen und nicht vorrangig dem im Inland steuerfreien Arbeitslohn zuzurechnen sind. Hierzu ist die Revision beim Bundesfinanzhof anhängig.
mehrSteuerliche Forschungszulage für alle steuerpflichtigen Unternehmen in Deutschland mit FuE-Vorhaben
Die steuerliche Forschungszulage ist ein bundesweites Förderinstrument für Unternehmen in Deutschland, das Aufwendungen für Forschung und Entwicklung (FuE) steuerlich begünstigt. Durch das Gesetz für ein steuerliches Investitionssofortprogramm zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts Deutschland wurde die Attraktivität der Forschungszulage nochmals erhöht.
mehrZwei Schenkungsteuerbescheide auf einen Entstehungszeitpunkt gegenüber demselben Adressaten - Keine Nichtigkeit der Steuerfestsetzung
Die Tatsache, dass zwei Schenkungsteuerbescheide auf ein und denselben Entstehungszeitpunkt gegenüber demselben Adressaten erlassen werden, begründet noch keine Nichtigkeit der Steuerfestsetzung. Nichtigkeit würde nur bei besonders schweren, für jeden erkennbaren Fehlern vorliegen.
mehrVerstoß gegen erbschaftsteuerliche Behaltensfrist bei Vertragsabschluss - Revisionsverfahren vor dem Bundesfinanzhof
Der Bundesfinanzhof muss klären, ob für die Einhaltung der erbschaftsteuerrechtlichen Behaltensfrist bei Veräußerung des begünstigten Vermögens das schuldrechtliche oder das dingliche Rechtsgeschäft maßgeblich ist.
mehrGewährung von Vertrauensschutz setzt bei innergemeinschaftlichen Lieferungen keine Gelangensbestätigung voraus - Lieferung bleibt umsatzsteuerfrei
Hat ein Unternehmer eine Lieferung als steuerfrei behandelt, obwohl die Voraussetzungen für die Steuerfreiheit der innergemeinschaftlichen Lieferung nicht vorliegen, ist die Lieferung trotzdem als steuerfrei anzusehen, wenn die Inanspruchnahme der Steuerbefreiung auf unrichtigen Angaben des Abnehmers beruht und der Unternehmer die Unrichtigkeit dieser Angaben auch bei Beachtung der Sorgfalt eines ordentlichen Kaufmanns nicht erkennen konnte.
mehrGrundsteuer (Bundesmodell): Was passiert mit laufenden Einsprüchen?
Das Bundesmodell zur Berechnung der Grundsteuer bleibt umstritten. Inzwischen sind Verfassungsbeschwerden beim Bundesverfassungsgericht anhängig. Für Eigentümer von Immobilien stellt sich daher vor allem die Frage, was mit bereits eingelegten Einsprüchen passiert. Hierzu gehören nicht Bayern, Baden-Württemberg, Niedersachsen, Hamburg und Hessen.
mehrRückforderung einer zu Unrecht gewährten Energiepreispauschale durch das Finanzamt vom Arbeitnehmer - Revisionsverfahren vor dem Bundesfinanzhof
Der Bundesfinanzhof muss klären, ob das Finanzamt eine zu Unrecht gewährte Energiepreispauschale vom Arbeitgeber anstatt vom Arbeitnehmer zurückfordern kann.
mehrProblem: Pauschale Nacherhebung von Lohnsteuer in einer „größeren Zahl von Fällen“
Gerichtlich musste die Frage geklärt werden, ob die gesetzlichen Voraussetzungen für eine pauschale Nacherhebung von Lohnsteuer anlässlich einer Lohnsteuer-Außenprüfung „in einer größeren Zahl von Fällen“ vorliegen, wenn weniger als 20 Arbeitnehmer betroffen sind.
mehrDie Fachnachrichten in der Infothek werden Ihnen von der Redaktion Steuern & Recht der DATEV eG zur Verfügung gestellt.